Über mein Buch

 

„Flüchtlingshilfe – ein Selbstversuch“ beinhaltet Tagebuchaufzeichnungen meiner Tätigkeit als Familienpatin. Ich berichte darüber, inwiefern es mir gelingt, Familien, die im Herbst 2015 nach Deutschland kamen, in Berlin zu integrieren. Es schildert authentisch sowohl die Veränderungen in Deutschland ab Dezember 2015 bis heute als auch den Weg von geflüchteten Menschen. Es zeigt auch meine eigene Veränderung. Zudem wird eindringlich am Einzelschicksal gezeigt, welche Aspekte Integration verhindern und welche diese fördern. 

  • Band 1 (2015/16) und Band 2 (2016/17) sind verfügbar.
  • Band 3 ist in Arbeit und wird im Frühjahr 2018 erscheinen. 
  • Das Buch kostet 6 €. Sie können es per Email unter marion@hoecker-mail.de bestellen.
  • Ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf des Buches, gehen an Vereine, die Geflüchtete unterstützen.
  • Lesen Sie das Buch, dann erhalten Sie Informationen, helfen geflüchteten Menschen und motivieren mich weiter zu schreiben.

Marion Höcker, 11.1.2018

 

Leseprobe:

 

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2. 2.15 Flüchtlingsunterkunft Glienicker Straße – eine Doppelturnhalle in meiner Nähe, gerade bezogen. Doppelstockbetten im Karree gestellt, umhüllt von Stoff sollen eine Art Privatsphäre für die Familien schaffen. 400 Menschen sollen hier in zwei Turnhallen untergebracht werden, 200 sind bereits da, gekommen mit nichts, einige in Strümpfen.

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28.10.16 Ich kann in der Nacht vor den Besuchen beim LAF (bisher LaGeSo) nicht so gut schlafen. 9 Uhr bin ich an der Turmstraße. Nadja wartet bereits, ihr Mann war schon seit 6 Uhr auf den Beinen, um eine möglichst gute Wartenummer zu erhalten. Unsere ist die 1158. Nach einer gründlichen Taschenkontrolle geht‘s in die 4. Etage. Eine große elektronische Tafel zeigt ca. 20 Wartenummern auf einmal, die sich jedoch ständig ändern, darunter eine 6-stellige Raumnummer, selbst für mich schwer zu erfassen. Wir starren alle Drei zwei Stunden lang wie gebannt auf die Tafel. Nadia ist blass, hat Kopfschmerzen. Ich stehe auf, laufe die langen Gänge entlang, Verhandlungen bei offenen Türen, geschäftige Mitarbeiter, Aktenwagen mit hunderten Akten darauf.